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Sublimationsdruck – das Verfahren erklärt

Er läuft dir ständig über den Weg: Dein Fußballidol trägt ihn als Vereinslogo auf dem Rücken. Auf dem Becher, aus dem du genüsslich deinen Morgenkaffee schlürfst, pragt er als launiger Spruch. Und vom Stoffbeutel der Dame vor dir an der Kasse brüllt er als bedrucktes „Nicht drängeln!“ in die Runde. Doch wer ist nun ER, dieser bekannte Unbekannte? Natürlich der Sublimationsdruck – er ist überall und hinterlässt stets einen bleibenden Eindruck!


So funktioniert der Sublimationsdruck

Was versteht man unter Sublimationsdruck? Kurz gesagt, handelt es sich beim Sublimationsdruck um ein Verfahren, bei dem du Schrift, Logos und sogar komplexe Fotomotive mit Hilfe eines Sublimationsdruckers, einer Transferpresse, Spezialfolie und wärmeempfindlicher Tinte auf das Endprodukt überträgst.

Sublimieren bezeichnet in der Chemie einen Vorgang, bei dem ein Stoff aus seinem festen Zustand heraus direkt in einen gasförmigen überführt wird (oder umkehrt). Dieses Phänomen machst du dir im Druckbereich zunutze. Aus gutem Grund wird der Sublimationsdruck auch als „Thermo-Sublimationsdruck“ bezeichnet. „Thermo-“ besagt, dass Wärme oder Hitze im Spiel ist. Schauen wir uns das einmal genauer an:

  1. Zunächst wird dein Wunschmotiv per Sublimationsdrucker spiegelverkehrt auf eine sogenannte Transferfolie übertragen.
  2. Anschließend wird jene Transferfolie auf die Druckoberfläche deiner Wahl gelegt – das kann ein T-Shirt sein, ein Stoffbeutel oder auch eine Jogginghose!
  3. Und dann geht es heiß her: Die Transferpresse erhitzt die Folie ca. 1 Minute lang auf bis zu 230 °C. Dieser Vorgang, nämlich das Erhitzen der Farbe und der damit eingeleitete Wechsel ihres Aggregatzustandes von fest zu gasförmig, ist namensgebend für das Druckverfahren. Die Farbe wird beim „Thermo-Sublimationsdruck“ regelrecht in den Stoff eingedampft, d. h. die Gase verbinden sich fest mit den Textilfasern. Als Ergebnis bekommst du ein „waschechtes“ Produkt, präzise im Detail, farbintensiv und langlebig – ideal für den In- sowie Outdoor-Bereich!

Gut zu wissen: Der Sublimationsdruck gilt als umweltfreundlich, da weder Lösungs- noch Bindemittel zum Einsatz kommen.


Welche Materialien halten dem (Sublimations-)Druck stand?

Für ein beeindruckendes Ergebnis sollte das Material zu mindestens 80 % aus Polyester bestehen. Abgesehen davon kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen! Einige typische Anwendungsbeispiele für den Sublimationsdruck sind:

  • T-Shirts, Sport-, Arbeits-, Hobby- und Vereinsbekleidung mit Logo, Spruch oder Motiv
  • Individualisierte Handtücher oder Kissen als Geschenk
  • Wimpel oder Fahnen für deinen Verein oder deinen Garten
  • Handyhüllen, Schlüsselbänder, Becher, Beutel, Taschen – für deinen individualisierten Haushalt oder als Werbeartikel für deine Firma

Tipp: Du bevorzugst nun einmal Shirts aus reiner Baumwolle? Und seit wann sind Tassen aus Polyester? Oder vielleicht möchtest du auch ein Metallschild bedrucken? Kein Problem! Beim Sublimationsdruck lässt sich easy tricksen, indem du den Druckartikel vorab mit einer Polyesterbeschichtung versiehst. Allerdings kann die Farbe in diesem Fall nicht in das Material eindringen. Das heißt, dass du bei der Langlebigkeit Abstriche machst. Und da wir gerade bei den Nachteilen des Sublimationsdrucks sind: Auch weiße Farbe kann aus farbtechnischen Gründen nicht direkt gedruckt werden.


Vorteile des Sublimationsdrucks

Da die Farbe geradezu in den Stoff eingedampft wird, trägt das Motiv absolut nicht auf. Daraus ergibt sich ein unvergleichliches Tragegefühl bei gleichzeitiger Atmungsaktivität des Stoffes. Außerdem überzeugt der Sublimationsdruck mit einer hohen Farbbrillanz und einer ausgezeichneten Waschfestigkeit bis 60 °C. Da es sich beim Sublimationsdruck um ein digitales Druckverfahren handelt, bleibt kein Farbwunsch offen; das schließt auch komplexe Farbverläufe und fotorealistische Umsetzungen mit ein.


Nachteile des Sublimationsdrucks

Der Sublimationsdruck eignet sich nur für hellere Stoffe mit einem hohen Polyesteranteil. Neon- oder Sonderfarben lassen sich nicht realisieren. Außerdem sind, abhängig von der verwendeten Textilfarbe, Farbabweichungen vom Original durchaus möglich. Die eher geringe Druckgeschwindigkeit zieht zudem höhere Kosten nach sich.


Sublimationsdruck im Vergleich mit anderen Druckverfahren

Das ultimative Druckverfahren – konkurrenzlos preiswert, unabhängig von Gewebeart oder Motivwunsch, gleichermaßen langlebig wie komfortabel im Tragegefühl – gibt es nicht. Jedes Verfahren überzeugt mit ganz speziellen beeindruckenden Eigenschaften und muss sich gleichzeitig in dem einen oder anderen Punkt vor einem rivalisierenden Verfahren verbeugen.

Der Sublimationsdruck schlägt sich gegenüber seinen Textildruckkonkurrenten hervorragend, wenn es um die Erhaltung der Atmungsaktivität des Gewebes geht. Außerdem ist das Motiv so gut wie nicht spürbar. Eine ähnliche Wohlfühltrageeigenschaft bieten auch Sieb- oder Digitaldirektdruck.

Der Siebdruck rechnet sich jedoch nur für hohe Auflagen und erfordert ein kostenintensives Rasterdruckverfahren für Farbverläufe. Der Digitaldirektdruck ist zwar - wie der Sublimationsdruck - ein Alleskönner in puncto fotorealistische Gestaltung, aber seine Druckstoffe müssen einen hohen Baumwollanteil aufweisen. Das ist ungünstig, wenn du ein Poly-Laufshirt individuell „MOTIVieren“ möchtest. Ein hoher Polyesteranteil ist wiederum genau das, was den Thermosublimationsdruck „heiß“ macht.

Und der Preis? Der hängt beim Sublimationsdruck stark von der Bestellmenge ab. Der Sublimationsdruck gilt als optimal für mittlere bis hohe Bestellmengen, ist in diesem Punkt also dem Siebdruck ähnlich. Du benötigst nur wenige Exemplare oder ein Unikat? Dann wirst du dein Glück eher beim gewebeartflexiblen Flex- und Flockdruck suchen, vorausgesetzt, du hattest ohnehin ein einfaches Motiv mit wenigen Farben im Auge.

Digiflex- und Digitaldirektdruck bieten sich gleichfalls für Kleinstmengen an, sind allerdings etwas farbempfindlicher, wenn der Gang in die Waschmaschine ansteht. Da hilft nur eins: Probieren geht über Studieren und frisch gedruckt ist halb gewonnen!


Gibt es denn gute Alternativen zum Sublimationsdruck?

Ja, natürlich. Für Weißdruck und manche nicht-polyesterhaltige Materialien bietet dir der Markt sogenannte White-Toner-Drucker an. Sie arbeiten aufwendiger und mit zwei Folien. Die Art oder Zusammensetzung des Textils spielt dann keine Rolle mehr. Sogar Holz oder Karton lassen sich auf diese Weise bedrucken.

Du legst in erster Linie Wert auf eine kostengünstige Druckmethode? Und bist bereit, deine Qualitätsansprüche etwas zurückzuschrauben? In diesem Fall kannst du auch mit einem normalen Tintenstrahldrucker arbeiten. Aber Achtung: Nicht jeder Druckkopf ist für den Textildruck geeignet. Es kommt eben, wie so oft im Leben, auf den guten Ton(er) an!

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